Wenn die Seele – Verzeihung! – ein Arschloch ist

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Wenn die Seele – Verzeihung! – ein Arschloch ist

Für die einen sind es ein paar Tage im Jahr, für andere Wochen, für wieder andere Monate … Die Seele ist ein Arschloch. Sie ist finster und das Leben ist schwer. Bis zu einem gewissen Grad sind das die Tage, die wir einfach aushalten müssen. Solange es sich nicht um eine klinische Depression handelt, sind wir aber mitnichten einfach ausgeliefert. Martin Schleske prägt in seinem Buch „Herztöne“ den Begriff der Seelenführung. Ihm geht es vor allem um die spirituelle Führung der eigenen Seele. Ich möchte diesen wunderbaren Begriff auch auf andere Bezüge anwenden. Im Grunde wissen wir sehr gut, wie wir unsere Seele an die Hand nehmen und uns innerlich wieder aufrichten können. Hier eine Liste von Dingen, die helfen und die wir trotzdem oft außer Acht lassen:

Tageslicht _ Es wäre gut, täglich ein wenig an die frische Luft zu gehen, um den Vitamin D Haushalt durch Tageslicht aufzubessern.

Schlaf _ Abends spätestens eine Stunde vor dem Einschlafen die electronic devices wegzulegen und besser mit einem Buch in der Hand als vor dem Fernseher herunter zu kommen, würde uns helfen, besser zu schlafen.

Kaffee _ Wir sollten ihn nicht als Getränk, sondern als begrenztes Genussmittel genießen. Nach jedem Kaffee geht die Energie irgendwann runter und nicht rauf.

Schreiben _ Den eigenen Seelenlärm schonungslos in ein Tagebuch herunter zu rotzen, befreit.

Spiritualität _ Für die einen ist es ein Buch mit guten Gedanken, für die anderen Meditation, Gebet, Gemeinschaft. Ob du es glaubst oder nicht, dass religiöse Menschen glücklicher sind, ist wissenschaftlich erwiesen.

Lachen _ Die unvergessliche Vera Birkenbiehl hat es wunderbar erklärt. 60 Sekunden Lachen setzt jede Menge Endorphine im Gehirn frei. Egal, ob von Herzen oder eingebildet. Also einfach mal auf dem Klo oder im Auto 60 Sekunden dämlich grinsen. Es wirkt.

Sport _ Es gibt Menschen, die behaupten, Sport könnte eine Psychotherapie ersetzen. Eine steile These. Dass Sport jedoch die Stimmung  hebt, ist unumstritten. Zudem sorgt er für eine bessere Körperhaltung. Mehr Selbstvertrauen und Optimismus sind die Folgen. Denn mein Körper verkörpert nicht nur Gedanken und Gefühle, er erzeugt sie auch. Siehe „Lachen“.

Menschen _ Ein altbekanntes Gedankenspiel stellt uns die Frage: Wenn ich auf meinem Sterbebett liege, woran werde ich dann denken? An die Menschen, die mir wichtig waren. Und vermutlich werde ich an all das denken, was ich versäumt habe. Und das wird sicher nicht versäumte Arbeit sein. JETZT ist die Zeit für Begegnung.

Berührung _ Berührung ist für den Menschen extrem wichtig. Stresshormone werden verringert. Das Bindungshormon Oxytocin wird ausgeschüttet. Wer keine Gelegenheit hat, ausgiebig mit einem anderen Menschen in körperlichen Kontakt zu gehen (ja, ich meine auch Sex), der buche sich einen Massagetermin. Mehr dazu hier.

Ernährung _ Du bist, was du isst. Schaut euch das Essen an und euch wird klar, was es euch zu geben hat. Inzwischen gibt es auch für Obst und Gemüsemuffel wirklich gute Möglichkeiten, sich Moodbooster in Form von Smoothies reinzuschlabbern.

Wenn die Seele also mal wieder ein Arschloch ist, will sie vermutlich einfach nur an die Hand genommen werden. Und für die Tiefen, aus denen nichts heraushilft, gibt es Spezialisten. Gott sei Dank.

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