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  • Britta Lennardt

Besser gelaunt und produktiver durch den Tag

Jemand betritt den Raum und die Stimmung ändert sich. Das Licht wird kühler, die Temperatur sinkt und niemand traut sich mehr so recht etwas zu sagen. Kennen Sie das Gefühl? Oder erkennen Sie sich selbst in „jemand“? Manchmal kann die Gefühlslage anderer Menschen so dominant werden, dass sie uns ganz übermannt. Aber das muss nicht sein. Sie sind verantwortlich für Ihre eigene Stimmung und: Sie können sie selbst regulieren und somit nicht nur besser gelaunt, sondern auch produktiver durch den Tag gleiten…


Hier drei kleine, starke Hinweise:

Achten Sie auf

· Atmung

· Entspannung

· Rituale


Wenn ihre Stimmung nicht nur von ihrer Psyche, sondern auch von Ihrem Körper beeinflusst, wird, können sie sie regulieren, indem Sie für sich sorgen und auf sich achten. Zum Beispiel auf ihre Atmung.



Atmung Das Atmen ist ja eigentlich ein automatisierter Prozess, der keiner Aufmerksamkeit bedarf. Und doch atmen wir so häufig falsch und erhöhen dadurch unseren Stress und unsere Anspannung. Die tiefe Atmung in den Bauch will geübt sein. Denn gerade in beruflichen Kontexten spannen wir den Bauch unterbewusst an. Wir schützen unseren Solarplexus vor Angriffen. Das ist ein ganz archaischer Instinkt. Hierdurch wird die Atmung flach, der Sauerstoff versorgt nur die oberen Lungenflügel, Stresssignale werden ans Gehirn gesendet und ihre Stimme ist »verstimmt«. Sie wird höher und metallischer. Alles keine angenehmen Folgen. Legen Sie also von Zeit zu Zeit einmal Ihre Hand auf dem Bauch und beobachten Sie, ob sie sich hebt und senkt. Dann atmen sie tief und Entspannung und bessere Stimmung folgen.


Entspannung

Neben der Bauchmuskulatur können Sie auch von Zeit zu Zeit bewusst den Schulter- und Nackenbereich entspannen. Auch ihre Gesichtsmuskulatur. Das wirkt Wunder. Berühren Sie mit ihrer Zungenspitze den Gaumen. Und schon können Sie gar nicht mehr grimmig schauen. Das Gehirn reagiert mit einer positiven Hormoonlage und das Umfeld nimmt sie als freundlicher wahr. Und sie wissen ja: Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es hinaus. Wir begeben uns sozusagen in eine Aufwätsspirale der guten Laune am Arbeitsplatz. Wäre das nicht schön?

Zur Entspannung gehört auch, auf das eigene Wohlbefinden zu achten: Pausen mit Bewegung an der frischen Luft, nährstoff -und vitaminreiches Essen wirken wie Medizin.


Rituale

Und zu guter Letzt: Schaffen sie sich Rituale für einen anderen Stimmungsstart in den Tag. Wer morgens mit dem Weckerklingeln aus dem Bett fällt, auf der Toilette die sozialen Netzwerke checkt, seinen Kaffee im Auto trinkt, während er mit Mutti telefoniert, kommt schon mit einer angespannten Grundstimmung am Arbeitsplatz an.

Wie wäre es, wenn Sie Ihren Tag wie einen Urlaub beginnen? Stellen Sie sich den Wecker frühzeitig. Okay, das scheint jetzt der Situation »Urlaub« zu widersprechen, doch ob sie beim Weckerklingeln ausgeschlafen sind, hängt allein von Ihrer Zubettgehzeit und nicht von dem Zeitpunkt des Klingelns ab. Das erfordert einfach ein bisschen Selbstdiziplin. Und dann beginnen Sie den Tag mit etwas, das ihnen gut tut: Eine Tasse Tee und ein Buch, ein Workout, schreiben Sie ihre Gedanken auf, meditieren oder beten sie. Was auch immer Ihnen einen bewussten Start in den Tag ermöglich, es wird zu einem Selbt-bewussteren Beginn des Arbeitstages führen und damit zur Entspannung und besseren Stimmung.


STIMMUNG UND PRODUKTIVITÄT

Und was hat das Ganze nun mit mehr Produktivität zu tun? Führt gute Laune am Arbeitsplatz nicht automatisch zu mehr Kaffeepausen und Pläuschen am Rande als zu Produktivität? Das befürchten Untersuchungen zu Folge tatsächlich viele Arbeitgeber und Vorgesetzte. Aber das Gegenteil ist der Fall. Das Harvard Business Review Magazin veröffentlichte3 vor einiger Zeit eine sog. Meta-Studie, die hunderte von Studien zu dem Thema Mitarbeiterzufriedenheit zusammen analysiert und ausgewertet hat. Diese Meta-Studie hat belegt, dass zufriedene MitarbeiterInnen eine im Durchschnitt 31% höhere Produktivität, um 37% gesteigerte Erfolge im Vertrieb und eine dreimal höhere Kreativität zeigen. Klingt verheißungsvoll, oder?

Doch auch ohne diese Studie wissen wir doch selbst: Gut gelaunt geht alles leichter.


3 https://blog.viking.de/teambuilding-mitarbeitermotivation-oder-geldverschwendung/

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