Gesten der Macht und Dominanz

Britta Lennardt

0179/4898036 | info@brille-theater.de | Kontakt aufnehmen...

Gesten der Macht und Dominanz

Staatsbesuch von Emmanuel Macron in den USA: Ein herrliches Studierstück zu Gesten der Macht und Dominanz. Schaltet man den Ton des Beitrages in der Tagesschau ab und schaut genau hin, kann man den beiden zusehen, wie sie über Körpersprache Statusspiele miteinander spielen. Die Geste Trumps, Macron vor laufenden Kameras die Schuppen vom Jacket zu wischen, geht um die ganze Welt. Im Grunde eine unfassbar dreiste Demütigung. Doch Macron nimmt sie freundlich hin, als sei kein Falsch an dem großen Bruder, der nur das Beste will. Doch er pariert. Er zieht Trump nah heran und legt ihm beim Schütteln der Hand die Linke auf die Schulter – zu sehen am Ende des Beitrags. An Trumps Gesicht ist zu erkennen, dass auch diese Dominanzgeste ihr Ziel nicht verfehlt. Gut so. Marcron tut das einzig Mögliche im Kontakt mit diesem gefährlichen Mann: Er behauptet sich im Spiel der Macht. Und dennoch: Hierfür muss gelogen und verholen werden, was im Inneren vorgeht.

Wundert sich noch irgendjemand über Politikverdrossenheit?